Die Wohnkosten belasten Studierende in vielen deutschen Hochschulstädten stark. In 82 von 138 untersuchten Städten liegt die durchschnittliche Angebotsmiete für eine 40 Quadratmeter große Wohnung über der BAföG-Wohnpauschale von monatlich 380 Euro.
Das zeigt eine Analyse von immowelt. Untersucht wurden Angebotsmieten von Bestandswohnungen mit 40 Quadratmetern Wohnfläche und einem Baujahr in den 1990er-Jahren. Diese wurden mit der BAföG-Wohnpauschale und dem aktuellen BAföG-Höchstsatz von 992 Euro verglichen.
München mit Abstand am teuersten
Besonders hoch ist die Belastung in München. Dort werden für eine 40-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 862 Euro Kaltmiete verlangt.
Damit liegt die Miete mehr als doppelt so hoch wie die BAföG-Wohnpauschale. Selbst vom maximalen BAföG-Satz von 992 Euro würden allein 87 Prozent für die Kaltmiete benötigt.
Auf München folgen Frankfurt am Main mit durchschnittlich 681 Euro und Stuttgart mit 608 Euro. Dort entspricht die Miete 69 beziehungsweise 61 Prozent des BAföG-Höchstsatzes.
Auch Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Köln teuer
In mehreren weiteren Großstädten müssen Studierende ebenfalls mehr als die Hälfte des maximalen BAföG allein für die Kaltmiete einer solchen Wohnung einplanen.
In Berlin entspricht die durchschnittliche Angebotsmiete 59 Prozent des Höchstsatzes, in Düsseldorf 57 Prozent sowie in Hamburg und Köln jeweils 56 Prozent.
Hohe Wohnkosten betreffen allerdings nicht nur die größten Städte. In Heidelberg kostet eine entsprechende Wohnung im Durchschnitt 534 Euro, in Konstanz 532 Euro. In beiden Städten entspricht das rund 54 Prozent des BAföG-Höchstsatzes.
Chemnitz im Vergleich besonders günstig
Deutlich niedriger fallen die Angebotsmieten in einigen anderen Hochschulstädten aus.
Am günstigsten ist im immowelt-Vergleich Chemnitz. Dort werden für eine 40 Quadratmeter große Wohnung durchschnittlich 234 Euro Kaltmiete verlangt. Das entspricht lediglich 24 Prozent des BAföG-Höchstsatzes.
Auch die Wohnpauschale von 380 Euro reicht dort rechnerisch für die durchschnittliche Kaltmiete aus.
Günstigere Mieten in Halle, Bochum und Dortmund
In Halle liegt die durchschnittliche Angebotsmiete bei 349 Euro. Dafür würden rund 35 Prozent des BAföG-Höchstsatzes benötigt.
Auch im Ruhrgebiet finden sich vergleichsweise niedrige Mieten. Für eine 40-Quadratmeter-Wohnung werden in Bochum durchschnittlich 332 Euro und in Dortmund 333 Euro verlangt.
Damit entfallen dort jeweils rund 34 Prozent der maximalen BAföG-Förderung auf die Kaltmiete.
Sachsen günstigstes Flächenland im Vergleich
Deutliche Unterschiede zeigt die Untersuchung auch zwischen den Bundesländern.
Sachsen ist unter den berücksichtigten Flächenländern am günstigsten. In den dort untersuchten Hochschulstädten entspricht die durchschnittliche Miete für 40 Quadratmeter rund 29 Prozent des BAföG-Höchstsatzes.
Am höchsten liegt dieser Anteil in Bayern mit 47 Prozent. In Hessen und Baden-Württemberg sind es jeweils 46 Prozent.
Der bayerische Durchschnitt wird allerdings stark von den hohen Münchner Mieten beeinflusst. In Nürnberg beträgt die Belastung laut Analyse 49 Prozent des BAföG-Höchstsatzes, in Bamberg 41 Prozent.
Immowelt sieht große Lücke bei Wohnkosten
Theo Mseka, Geschäftsführer von immowelt, sieht eine erhebliche Differenz zwischen der BAföG-Wohnpauschale und den tatsächlichen Angebotsmieten in vielen Hochschulstädten.
In besonders teuren Städten bleibe selbst bei Bezug des BAföG-Höchstsatzes nach Zahlung der Miete nur ein vergleichsweise geringer Betrag für den übrigen Lebensunterhalt.
Hinzu komme, dass nicht alle Studierenden den maximalen Förderbetrag erhielten. Viele seien deshalb zusätzlich auf Nebenjobs oder finanzielle Unterstützung ihrer Familien angewiesen.
Die vollständige Auswertung umfasst 138 Hochschulstädte und stellt die jeweiligen Angebotsmieten der BAföG-Wohnpauschale sowie dem BAföG-Höchstsatz gegenüber.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von immowelt/Veröffentlicht am 28.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.