Eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt einen dramatischen Rückgang der deutschen Autoexporte nach China. Die Ausfuhren der Automobilbranche sanken 2025 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel. Seit dem Spitzenwert im Jahr 2022 hat sich das Exportvolumen für Pkw und Autoteile sogar mehr als halbiert – von knapp 30 Milliarden Euro auf unter 14 Milliarden Euro.
Doch nicht nur die Autoindustrie kämpft mit massiven Verlusten. Der Maschinenbau, der mit einem Anteil von rund 21 Prozent mittlerweile die bedeutendste Exportbranche Deutschlands nach China darstellt, verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der einstige Rekordüberschuss von 10,5 Milliarden Euro im Jahr 2018 schrumpfte auf weniger als drei Milliarden Euro.
Auch die metallverarbeitende Industrie leidet unter der Entwicklung: Ihre Exporte nach China brachen 2025 um fast 13 Prozent ein. Seit dem Höchststand 2022 beläuft sich der Rückgang auf etwa 25 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe chinesischer Metallerzeugnisse nach Deutschland um knapp 13 Prozent an.
Laut Jürgen Matthes, Handelsexperte des IW, sind die starken Exportrückgänge bei gleichzeitig wachsenden Importen kein vorübergehendes konjunkturelles Phänomen, sondern das Ergebnis massiver Wettbewerbsverzerrungen. Er betonte, dass Bundeskanzler Friedrich Merz während seines China-Besuchs diese Thematik klar adressieren müsse und sie nicht aus Rücksicht auf mögliche Reaktionen Pekings ignorieren dürfe. Sollten sich die unfaire Handelspraxis nicht ändern, müsse Europa über Ausgleichszölle nachdenken. Matthes verwies darauf, dass China aufgrund seiner schwachen Wirtschaft auf den europäischen Markt angewiesen sei und hier hohe Gewinne erziele. Dies biete Verhandlungsspielraum – insbesondere bei der Sicherung kritischer Rohstoffe und seltener Erden.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 24.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.