Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lehnt den Reformvorschlag der SPD zur Erbschaftssteuer entschieden ab. Aus Sicht der Initiative würde eine Verschärfung der Regeln die Unternehmensnachfolge im Mittelstand erheblich erschweren und damit die wirtschaftliche Stabilität in Deutschland schwächen.
Der Geschäftsführer der INSM, Thorsten Alsleben, macht deutlich, dass der Vorschlag aus seiner Perspektive keinen Bezug zur aktuellen wirtschaftlichen Lage habe. Statt realitätsnaher Lösungen sehe er ein Konzept, das die bestehenden Probleme wie Wachstumsschwäche und fortschreitende Deindustrialisierung außer Acht lasse. In dieser Situation seien steuerliche Entlastungen für Unternehmen erforderlich und keine Maßnahmen, die den Mittelstand zusätzlich unter Druck setzten.
Konkret sieht der SPD-Plan vor, die bisherigen steuerlichen Ausnahmen für Betriebsvermögen deutlich zu reduzieren. Familiengeführte Unternehmen müssten bei der Übergabe an die nächste Generation künftig mit deutlich höheren Steuerzahlungen rechnen. Dies könne dazu führen, dass Betriebe ganz oder teilweise veräußert oder aufgespalten würden, um die finanzielle Belastung stemmen zu können. Gerade vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Standortkosten sende ein solcher Ansatz aus Sicht der INSM ein falsches Signal.
Nach Einschätzung von Alsleben betreffe eine Verteuerung der Unternehmensnachfolge nicht nur die Eigentümer selbst, sondern gefährde in großem Umfang Arbeitsplätze. Deutschland brauche vor allem Investitionen und Innovationskraft, nicht zusätzliche finanzielle Hürden für jene Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit leisten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)/Veröffentlicht am 13.01.2026