EU-Parlament lehnt High-iLUC-Einstufung für Soja ab

Das Europäische Parlament hat den geplanten Delegierten Rechtsakt der EU-Kommission zur Einstufung von Soja als klimaschädlichen Rohstoff mit hohem indirektem Landnutzungsänderungsrisiko abgelehnt. 388 Abgeordnete stimmten gegen die sogenannte High-iLUC-Risk-Einstufung und sorgten damit für die notwendige absolute Mehrheit.

Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) begrüßt die Entscheidung. OVID-Präsidentin Jaana Kleinschmit von Lengefeld erklärte, das Europäische Parlament habe mit seinem deutlichen Votum die tatsächlichen Bedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft berücksichtigt. Eine pauschale und aus Sicht des Verbandes fachlich nicht gerechtfertigte Einstufung von Soja als High-iLUC-Rohstoff sei damit verhindert worden.

OVID sieht Unterstützung für europäischen Sojaanbau

Kleinschmit von Lengefeld wertete die Ablehnung des Rechtsakts als vernünftige Entscheidung. Das Parlament habe nach Einschätzung der OVID-Präsidentin negative industriepolitische Folgen vermieden und zugleich den über Jahre aufgebauten Sojaanbau in Europa sowie die heimische Versorgung mit Proteinen gestärkt.

Damit bleibe die Möglichkeit bestehen, eine nachhaltige europäische Eiweißstrategie weiterzuentwickeln. Auch die Herstellung heimischer Lebens- und Futtermittel sowie zertifizierter Biokraftstoffe könne auf dieser Grundlage fortgeführt werden.

Nach Ansicht von OVID muss Klimaschutz gezielt bei den tatsächlichen Ursachen von Entwaldungsrisiken ansetzen. Nachhaltige Wertschöpfungsketten in Europa dürften dagegen nicht durch pauschale Einstufungen geschwächt oder zerstört werden.

Der Verband stellt zu der geplanten High-iLUC-Einstufung von Soja weiterführende Fakten, Argumente und Hintergrundinformationen in einer eigenen Stellungnahme bereit.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V./Veröffentlicht am 08.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

siehe auch   Nachhaltigkeitspreis geht in Davos an drei Frauen