Trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen hält die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland an familienfreundlichen Maßnahmen fest. Das zeigt der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft.
Demnach bewerten rund 88 Prozent der Unternehmen Familienfreundlichkeit als wichtig – so viele wie noch nie. Selbst unter Unternehmen mit schlechter wirtschaftlicher Lage liegt der Anteil bei etwa 85 Prozent.
Für die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie wurden rund 1.000 Unternehmen und 5.000 Beschäftigte befragt.
Schichtarbeit stellt Familien vor besondere Herausforderungen
Besonders schwierig ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Beschäftigte im Schichtdienst. Für sie spielt es eine wichtige Rolle, wie stark sie ihre Einsatzzeiten mitgestalten können.
Viele Unternehmen setzen deshalb auf mehr Selbstorganisation. 77 Prozent der Betriebe mit Schichtarbeit erlauben ihren Beschäftigten, Schichten untereinander zu tauschen.
Das scheint sich positiv auszuwirken: Rund drei Viertel der Beschäftigten im Schichtdienst bewerten die Vereinbarkeit ihrer Arbeitszeiten mit familiären Verpflichtungen als gut.
Kurzfristige Änderungen senken die Zufriedenheit
Deutlich schlechter fällt die Bewertung aus, wenn sich Arbeitszeiten häufig kurzfristig ändern.
Beschäftigte, die nur selten von kurzfristigen Umplanungen betroffen sind, sind zu fast 89 Prozent mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zufrieden. Bei häufigen Änderungen sinkt dieser Anteil auf weniger als 53 Prozent.
Planbarkeit und Einflussmöglichkeiten bei den Arbeitszeiten spielen damit eine entscheidende Rolle für die Zufriedenheit von Beschäftigten.
Immer mehr Unternehmen sehen sich als familienfreundlich
Auch die Unternehmenskultur hat sich nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft verändert.
Fast 57 Prozent der Unternehmen beschreiben sich mittlerweile als ausgeprägt familienfreundlich. Im Jahr 2015 waren es noch gut 41 Prozent.
IW-Ökonomin Andrea Hammermann sieht Familienfreundlichkeit inzwischen als festen Bestandteil der Personalpolitik vieler Unternehmen. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel werde das Thema künftig noch wichtiger.
Vereinbarkeit wird zum Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte
Unternehmen, die Beschäftigte gewinnen und langfristig halten wollen, müssen nach Einschätzung der Studienautoren stärker darauf achten, Beruf und Familie miteinander vereinbar zu machen.
Familienfreundliche Arbeitsbedingungen werden damit nicht nur zu einer sozialen Frage, sondern auch zu einem wichtigen Faktor bei der Fachkräftesicherung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 11.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.