Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), äußerte sich kritisch zum Industrial Accelerator Act und bezeichnete diesen als entscheidenden Wendepunkt in der europäischen Handelspolitik. Zwar begrüße man den Grundgedanken, Verfahren zu beschleunigen, doch die aktuelle Ausgestaltung des Gesetzes führe in die falsche Richtung. Anstatt die angestrebte Effizienzsteigerung zu erreichen, drohe eine weitere Zunahme bürokratischer Hürden. Statt eines Industrial Accelerator Acts entstehe so ein Industrial Bureaucracy Act, der die Unternehmen mit zusätzlichen Meldepflichten, Kriterien und Nachweisanforderungen belaste. Europa benötige keine neue Regulierungsebene, sondern einen konsequenten Abbau bestehender Bürokratie, um die Wirtschaft tatsächlich zu entlasten.
Jandura warnte zudem vor den protektionistischen Tendenzen des Gesetzesvorhabens. Protektionistische Maßnahmen könnten die Wettbewerbsfähigkeit nicht stärken, sondern gefährdeten vielmehr den Zugang zu den globalen Wachstumsmärkten der Zukunft. Besonders problematisch seien starre Vorgaben zu lokalen Wertschöpfungsanteilen, die faktisch Importbeschränkungen zur Folge hätten. Dies destabilisiere Lieferketten und treibe die Preise in die Höhe.
Er betonte, dass Unternehmen durch die Verpflichtung, auf teurere europäische Vorprodukte zurückzugreifen, ihre Preiswettbewerbsfähigkeit sowohl auf dem heimischen Markt als auch im internationalen Vergleich einbüßen würden. Deutsche Produkte könnten dadurch gegenüber Konkurrenten aus Asien oder den USA weiter an Attraktivität verlieren. Zudem belasteten verbindliche lokale Wertschöpfungsquoten bei öffentlichen Ausschreibungen den Steuerzahler, da sie den Wettbewerb einschränkten und zu höheren Projektkosten führten.
Abschließend mahnte Jandura, dass Deutschland als Exportnation darauf achten müsse, dass der Act keine handelspolitische Abschottung Europas bewirke. Strategische Autonomie dürfe nicht mit wirtschaftlicher Isolation gleichgesetzt werden, da handelspolitische Barrieren oft Gegenreaktionen provozierten und langfristig mehr schadeten als nützten.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V./Veröffentlicht am 04.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.