Logistikverband skeptisch bei Lkw-Fahrverbot

Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik sieht mögliche Lockerungen des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw skeptisch. Vorstandssprecher Dirk Engelhardt reagierte damit auf einen Vorschlag von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Hintergrund sind die derzeit niedrigen Wasserstände großer Flüsse in Deutschland. In der Logistikbranche gibt es die Sorge, dass es dadurch zu Transportausfällen in der Güterschifffahrt kommen könnte.

Lenk- und Ruhezeiten bleiben Problem

Engelhardt wies im rbb24 Inforadio darauf hin, dass Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer auch bei zusätzlichen Fahrmöglichkeiten an Wochenenden weiterhin die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten einhalten müssten.

Wenn Lkw am Samstag oder Sonntag eingesetzt würden, fehlten die Fahrzeuge und Fahrer an einem anderen Wochentag. Damit sei eine Lockerung des Fahrverbots allein noch keine ausreichende Lösung für mögliche Engpässe.

Verband fordert Krisen-Interventionspass

Eine zeitweise Aussetzung der Ruhezeiten wäre aus Sicht Engelhardts nur dann praktikabel, wenn Rechtssicherheit für das Fahrpersonal gewährleistet sei. Es müsse ausgeschlossen werden, dass Fahrerinnen und Fahrer etwa in einem anderen Bundesland, das nicht direkt vom Niedrigwasser betroffen ist, bei einer Polizeikontrolle bestraft würden.

Der Verband spricht sich deshalb für eine Art Krisen-Interventionspass aus. Damit könnten Ausnahmen in besonderen Lagen klarer geregelt und für Kontrollen nachvollziehbar gemacht werden.

Mehr als 100.000 Fahrer fehlen

Zusätzlich verweist der BGL auf den anhaltenden Fahrermangel. In Deutschland fehlten derzeit mehr als 100.000 Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer.

Daraus leitet der Verband weitere Forderungen an die Politik ab. Der Beruf müsse wieder attraktiver werden. Dazu gehörten günstigere Führerscheine sowie eine Überprüfung und Digitalisierung bürokratischer Weiterbildungspflichten.

Die Diskussion um mögliche Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot zeigt damit nicht nur kurzfristige Probleme durch Niedrigwasser. Sie verweist auch auf strukturelle Engpässe im deutschen Güterverkehr.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg/Veröffentlicht am 07.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.