Für viele Studierende spielt das Einkommen nach wie vor die größte Rolle bei der Entscheidung für einen Job. Eine aktuelle Erhebung der Campus-App UniNow zeigt jedoch, dass inhaltliche Aspekte deutlich aufholen. 39 Prozent der Befragten geben das Gehalt als ausschlaggebendes Kriterium an. 25 Prozent priorisieren den Sinn der Tätigkeit, während 16 Prozent Flexibilität als wichtigsten Faktor nennen.
Purpose wird zum strategischen Erfolgsfaktor
Der wahrgenommene Beitrag der eigenen Arbeit für Kund:innen, Gesellschaft oder Umwelt beeinflusst die Erwartungen der Generation Z zunehmend. Unternehmen, die qualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen möchten, stehen damit vor der Aufgabe, ihren gesellschaftlichen oder ökologischen Mehrwert transparent und authentisch darzustellen – und zwar im operativen Alltag, nicht nur in der Außendarstellung.
Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer der Jobbörse Jobware, macht deutlich, dass sich Sinnorientierung nicht allein durch Kommunikation erzeugen lasse. Entscheidend sei, dass sie im täglichen Handeln erkennbar werde. Studierende wollten nachvollziehen können, wofür ein Unternehmen stehe und wie sich diese Haltung konkret in Unternehmenskultur, Führung und Projekten widerspiegele. Wer diese Glaubwürdigkeit vermitteln könne, verschaffe sich im Recruiting einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Einkommen bleibt relevant – Flexibilität folgt
Trotz der wachsenden Bedeutung von Purpose behalten monetäre Aspekte eine zentrale Funktion. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass klassische Karriereziele an Gewicht verlieren. Aufstiegsmöglichkeiten werden nur von 11 Prozent als wichtigstes Entscheidungskriterium genannt, Arbeitsplatzsicherheit von 9 Prozent.
Damit verschiebt sich der Fokus vieler Studierender weg von Statusdenken und langfristiger Planbarkeit hin zu persönlicher Identifikation und inhaltlicher Sinnhaftigkeit.
Perspektive 2026: Glaubwürdigkeit entscheidet
Mit Blick auf das Recruiting im Jahr 2026 wird entscheidend sein, ob Arbeitgeber ihren formulierten Anspruch konsistent belegen können – sprachlich, strukturell und im konkreten Verhalten. Unternehmen, denen es gelingt, Haltung und Praxis miteinander zu verbinden, stärken Identifikation, Motivation und Bindung ihrer Mitarbeitenden und positionieren sich klar in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Jobware GmbH/Veröffentlicht am 10.02.2026