Steuerbelastung in Deutschland: Reformen überfällig für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durchgeführt wurde, analysiert die Entwicklung der Steuerbelastung in Deutschland – sowohl im internationalen Vergleich als auch über die Zeit. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die deutsche Wettbewerbsfähigkeit durch die hohe Abgabenlast zunehmend gefährdet ist. Dringende wirtschaftspolitische Reformen zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen seien daher unverzichtbar.
Die Studie zeigt, dass Deutschland mit einer tariflichen Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften von über 30 Prozent, den zweithöchsten Lohnabzügen für Alleinstehende innerhalb der OECD und einer Steuer- und Abgabenquote von fast 42 Prozent zu den Ländern mit der höchsten Belastung weltweit zählt. Besonders kritisch werden spezifische Abgaben wie der Solidaritätszuschlag und die Erbschaftsteuer bewertet. In fast allen Steuerkategorien gehört Deutschland zur internationalen Spitzenklasse.

Die INSM betont, dass eine rasche Senkung der Steuer- und Abgabenlast notwendig ist, um sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen zu entlasten. Dies würde Investitionen fördern und die Attraktivität des Standorts stärken. Doch während viele OECD-Staaten seit 2008 ihre Unternehmenssteuern reduziert haben, ist die Belastung in Deutschland durch steigende Gewerbesteuersätze sogar leicht angestiegen. Die tarifliche Belastung für Kapitalgesellschaften beträgt hierzulande 30,1 Prozent – der dritthöchste Wert in der OECD (Durchschnitt: 23,9 Prozent). Zudem zahlen alleinstehende Durchschnittsverdiener in Deutschland die zweithöchsten Abgaben der OECD, was vor allem auf gestiegene Sozialbeiträge zurückzuführen ist.

Auch bei der Erbschaftsteuer liegt Deutschland über dem OECD-Durchschnitt, da einige Länder wie Österreich oder Schweden auf eine solche Steuer verzichten. Die Analyse des Solidaritätszuschlags offenbart, dass dieser nicht nur Wohlhabende trifft: Ein Drittel der Einnahmen stammt von Haushalten aus der unteren Einkommenshälfte, und 70 Prozent der betroffenen Kapitalgesellschaften erzielen maximal 100.000 Euro Gewinn.

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Die INSM fordert daher die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, die vollständige Umsetzung der geplanten Senkung der Körperschaftssteuer ab 2027 sowie eine Reform der Lohn- und Einkommensteuer. Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der INSM, erklärt, dass eine spürbare Senkung der Steuern für alle notwendig sei, um Deutschland wieder attraktiver für Investoren und Fachkräfte zu machen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)/Veröffentlicht am 02.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.