Unternehmen melden mehr hybride Angriffe

Hybride Angriffe aus dem Ausland belasten Unternehmen in Deutschland zunehmend. Nach einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft berichtet über alle Größenklassen hinweg fast jedes fünfte Unternehmen von starken oder sehr starken Auswirkungen.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei großen Unternehmen. Dort geben 39 Prozent der Betriebe mit mindestens 250 Beschäftigten an, stark von hybriden Angriffen betroffen zu sein.

Großunternehmen besonders betroffen

Zu hybriden Angriffen zählen unter anderem Desinformation, Spionage, Sabotage und Cyberangriffe. Bei mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten berichten 27 Prozent von starken oder sehr starken Auswirkungen.

Über alle Unternehmensgrößen hinweg liegt der Anteil bei 19 Prozent. Grundlage ist eine Befragung von mehr als 1.000 Unternehmen im IW-Zukunftspanel aus dem Sommer 2026.

Kritische Infrastruktur im Fokus

Besonders häufig melden Unternehmen an zentralen Versorgungspunkten entsprechende Vorfälle. In der Informations- und Kommunikationswirtschaft ist etwa jedes dritte Unternehmen betroffen.

In der Energie- und Wasserversorgung berichtet gut jedes vierte Unternehmen von hybriden Angriffen. In der Industrie sowie bei wirtschaftsnahen Dienstleistern wie Laboren oder Unternehmensberatungen liegt der Anteil bei fast jedem fünften Unternehmen.

Angriffe haben zunehmend politische Motive

Nach Einschätzung des IW deutet die Entwicklung auf einen Wandel der Motive hin. Früher standen häufig finanzielle Interessen im Vordergrund. Angreifer versuchten etwa, Technologien zu stehlen, Geschäftsgeheimnisse auszuspähen oder Unternehmen zu erpressen.

Heute treten politische Ziele stärker in den Vordergrund. Darauf weisen auch Zahlen des IT-Branchenverbands Bitkom hin. Demnach konnten 46 Prozent der betroffenen Unternehmen mindestens einen Angriff bis nach Russland oder China zurückverfolgen.

Unternehmen stoßen an Grenzen

Viele Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, vor allem im Bereich IT-Sicherheit. Gegen staatlich unterstützte Akteure reichen betriebliche Schutzmaßnahmen nach Einschätzung des IW jedoch nicht aus.

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IW-Experte Simon Gerards Iglesias sieht deshalb vor allem den Bund in der Verantwortung. Die neue Gefahrenlage durch staatliche Akteure könne nicht allein von Unternehmen bewältigt werden.

Bund soll Abwehr stärker unterstützen

Das KRITIS-Dachgesetz zum Schutz kritischer Infrastruktur bewertet das IW als ersten Schritt. Es mache den Handlungsbedarf deutlich, bleibe bei Zuständigkeiten und konkreten Maßnahmen jedoch noch zu vage.

Hybride Angriffe könnten die Versorgung der Bevölkerung gefährden und verursachten zugleich hohe Kosten für Unternehmen. Der Bund müsse daher stärker zur Abwehr und Aufklärung beitragen und eng mit Ländern sowie Unternehmen zusammenarbeiten.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 05.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.