US-Politik bremst deutschen Mittelstand aus

Die seit Anfang 2025 amtierende US-Regierung beeinflusst mit ihrer Handels-, Wirtschafts- und Außenpolitik auch deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Mehr als die Hälfte der Betriebe mit Geschäftsbeziehungen in die USA meldet spürbare Nachteile für das eigene Geschäft. Für etwas mehr als ein Drittel haben sich bislang keine Veränderungen ergeben, während lediglich ein kleiner Anteil von rund sieben Prozent von den neuen politischen Rahmenbedingungen profitieren konnte. Letzteres betrifft vor allem Unternehmen mit Produktionsstandorten in den USA sowie bestimmte Branchen, etwa im Bereich Sicherheit und Verteidigung.

Diese Ergebnisse gehen auf eine repräsentative Sonderbefragung von KfW Research aus dem Januar 2026 zurück. Befragt wurden KMU mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro.

Infolge der veränderten Rahmenbedingungen ziehen sich zahlreiche Mittelständler aus dem US-Geschäft zurück. Der Anteil der Unternehmen mit entsprechenden Geschäftsbeziehungen ist seit September 2019 deutlich gesunken – von 18,7 Prozent auf zuletzt 11,3 Prozent im Januar 2026.

Besonders stark zeigt sich der Rückgang im Exportgeschäft. Anfang 2026 hatten nur noch 5,8 Prozent der rund 3,9 Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland direkte Kunden in den USA. Zum Vergleich: 2019 lag dieser Wert bei 7,1 Prozent, 2025 sogar bei 8,5 Prozent. Auch indirekte Exportverbindungen nehmen ab: Nur noch 3,0 Prozent der Unternehmen beliefern Kunden in Deutschland oder anderen EU-Staaten, die ihrerseits in die USA exportieren. 2019 waren es noch 7,4 Prozent, 2025 immerhin 5,1 Prozent.

Nach Einschätzung von KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher führt insbesondere die US-Zollpolitik zu einer Belastung für den deutschen Mittelstand. Gleichzeitig herrsche große Unsicherheit über die weitere wirtschaftspolitische Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Diese Unsicherheit werde zusätzlich durch eine Entscheidung des Supreme Court of the United States verstärkt, der einen erheblichen Teil der verhängten Zölle für unwirksam erklärt habe. Es werde davon ausgegangen, dass sich die Zurückhaltung deutscher Unternehmen auf dem US-Markt erst dann verringert, wenn das Vertrauen in die wirtschaftspolitische Stabilität der USA wieder zunimmt.

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Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von KfW/Veröffentlicht am 15.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.