Identitätsindex 2024: Diese Marken haben in Deutschland die stärkste Identität

Im Spitzenfeld des „Identitätsindex 2024“ sind eine Vielzahl von Marken aus verschiedenen Branchen vertreten. Interessanterweise zeigen große Namen wie VW, Mercedes, Deutsche Bank und HypoVereinsbank deutliche Schwächen bei der Markenidentität, obwohl sie in Branchen tätig sind, die stark im Umbruch sind.

Kunden identifizieren sich stärker mit Marken, die eine starke Identität aufbauen, was sich positiv auf ihre Kaufbereitschaft und -treue auswirkt. FehrAdvice hat die 80 stärksten Marken in Deutschland anhand eines verhaltensökonomischen Modells gemessen. Die Top 10 des „Identitätsindex Deutschland 2024“ gelingt es, eine dauerhafte Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen. An der Spitze liegt DM mit 71,6 Punkten, gefolgt von Nivea (70,1) und Amazon (70,0). „Die deutschen Identitätssieger festigen durch eine starke Markenidentität die Kundenbindung, was entscheidend für die Stabilität und den Erfolg eines Unternehmens ist,“ sagt Luca Geisseler, CEO von FehrAdvice & Partners AG.

Mobilitätsunternehmen stehen derzeit vor großen Herausforderungen, da sich das Mobilitätsverhalten ändert und neue Anbieter auf den Markt drängen. Obwohl Volkswagen in Deutschland mit 56,1 Punkten das stärkste Mobilitätsunternehmen ist, wird es knapp von BMW (54,8) übertroffen, gefolgt von Share Now (53,5). Die Deutsche Bahn (45,6) und Uber (34,1) rangieren weiter hinten.

Geisseler betont, dass Banken und Finanzinstitute auf Vertrauen und gute Kundenbeziehungen setzen müssen, um sich zu differenzieren. Die Volks- und Raiffeisenbanken (50,3) führen das Identitätsranking im Finanzsektor an, gefolgt von Revolut (45,6). Traditionelle Banken wie die Deutsche Bank (34,8) und die HypoVereinsbank (33,7) zeigen hingegen schwache Identitätswerte.

In der Konsumgüterbranche sticht Nivea mit 70,1 Punkten als Identitätschampion heraus. Obwohl Marken wie Persil (58,4) und Schwarzkopf (54,6) solide Identitätswerte aufweisen, erreichen sie nicht das Niveau von Nivea.

Im Lebensmittelhandel sind starke Identitätsbindungen weniger ausgeprägt. Nur Edeka (63,1) hat es unter die Top 10-Unternehmen geschafft, während Unternehmen wie Netto, Kaufland und Penny deutlich dahinter liegen. Alexis Johann von FehrAdvice & Partners AG merkt an, dass der hohe Wettbewerbsdruck auf dem deutschen Lebensmittelmarkt auch in der vorliegenden Identitätsmessung deutlich wird.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewinnen der Aufbau und die Pflege von Kundenbeziehungen an Bedeutung. Eine regelmäßige Messung der Markenidentität ermöglicht es Unternehmen, gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Identität zu setzen. Geisseler betont, dass eine gemeinsame Identität mit den Kunden einen strategischen Vorteil bietet, die Kundenzufriedenheit steigert und die Preissensibilität senkt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von FehrAdvice & Partners AG / Veröffentlicht am 13.03.2024